Glossar

Alle wichtigen Begriffe haben wir für Sie mit ausführlicher Erklärung in unserem Glossar auf einen Blick zusammengestellt. Bei weiteren Fragen oder Unklarheiten stehen wir Ihnen gerne auch per Email zur Verfügung.

Alle Glossareinträge in der Übersicht

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A

In dieser Verordnung sind allgemeine Bedingungen für die Elektrizitätsversorgung von Tarifkunden geregelt. Darunter finden sich die allgemeinen Bedingungen, zu denen Elektrizitätsversorgungsunternehmen jedermann an ihr Versorgungsnetz anzuschließen und mit Niederspannung zu allgemeinen Tarifpreisen zu versorgen haben.

B

Die im Stromliefervertrag vereinbarte konstante Leistung rund um die Uhr und über das gesamte Jahr wird als Bandlieferung bezeichnet. Bei Unternehmen, deren tatsächlicher Strom- und Leistungsbedarf zeitlichen Schwankungen unterliegt, deckt eine Bandlieferung im Unterschied zur Fahrplanlieferung ausschließlich die Grundlast ab.

Die Benutzungsdauer ist eine Kennzahl, die etwas über die Gleichmäßigkeit des Energiebezuges aussagt. Sie wird berechnet, indem man die Jahresarbeit durch die Jahreshöchstleistung teilt. Da die Erzeugungs- und Verteilungseinrichtungen bei hoher Benutzungsdauer gleichmäßiger genutzt werden, ergibt sich in der Regel mit steigender Benutzungsdauer ein günstigerer Preis. 

Die vollständige oder teilweise kaufmännische und/oder technische Betriebsführung von Energieanlagen kann von Unternehmen an ein Fremdunternehmen vergeben werden. Die Pfalzwerke bieten einen solchen Service.

Im Bilanzkreismanagement bringen Bilanzkreisverantwortliche die für den nächsten Tag vorausberechneten Verbrauchsdaten ihrer Kunden mit den Einspeisedaten von  Erzeugungseinheiten bzw. Kraftwerken in Deckung. Bilanzkreise sind virtuelle Gebilde, die sich aus einer beliebigen Anzahl von Einspeise- und/oder Entnahmestellen zusammensetzen. Innerhalb eines Bilanzkreises muss in jeder Viertelstunde für einen Ausgleich zwischen Einspeisung und Entnahme der elektrischen Energie gesorgt werden.

Die Biomasse gehört zu den regenerativen Energien, aus denen Ökostrom erzeugt wird. Unter Biomasse versteht man einerseits alle pflanzlichen Rohstofferzeugnisse, andererseits alle Restprodukte, aus denen Energie gewonnen werden kann. Darunter fallen organische Abfälle von Haushalten (Hausmüll), Industrie (Klärgas, Gülle, Mist), Land- und Forstwirtschaft (Holzabfälle). Die Verwertung der Biomasse findet vielerorts in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (kombinierte Produktion von Strom und Wärme) statt.
Blockheizkraftwerke (BHKWs) sind Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme. Zur Energiegewinnung werden ölgetriebene Verbrennungsmotoren oder Gasturbinen eingesetzt. Der Motor treibt nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung einen Stromgenerator an. Dadurch wird die Abwärme des Aggregats auf einen Heizkreislauf übertragen.
Eine Brennstoffzelle ist eine Anlage zur Erzeugung von Strom und Wärme. Die Energie entsteht durch die Oxidation von Wasserstoff mit Sauerstoff, sie erfolgt also nicht durch Verbrennung, sondern durch eine chemische Reaktion. Dabei wird durch die Vereinigung von wasserstoffhaltigem Gas und Sauerstoff direkt elektrische Energie und Wärme freigesetzt. Der Wirkungsgrad moderner Brennstoffzellen liegt bei ca. 70 bis 85%.

C

"Cost-Average" (CA) bietet eine Vollstromversorgung zu börsengekoppelten Preisen. Anhand eines individuell erstellten Fahrplans beschaffen die Handelsmanager die Energie in Teilmengen. Die Kunden minimieren durch CA das Risiko eines schlechten Markttimings und haben durch verschiedene Vertragsmodelle eine hohe Flexibilität.

D

Als Daily Settlement bezeichnet man den täglichen Abgleich von Gewinnen und Verlusten gegenüber dem Vortag auf Basis des Settlement-Preises. Das Settlement beinhaltet den Abschluss, die Abwicklung und die Erfüllung eines Börsengeschäftes. Es erfolgt ein Austausch von Handelsobjekt und Geldgegenwert.

Die verbrauchernahe Erzeugung von Strom und Wärme bezeichnet man als Dezentrale Energieversorgung. Neben Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, Blockheizkraftwerken sowie kleinen Gas- und Dampfanlagen sind dies vermehrt auch Anlagen zur Erzeugung regenerativen Stroms. Diese Energieversorgung hat gegenüber konventionellen Kraftwerken einen höheren Wirkungsgrad und die Verteilungsverluste werden wegen der kürzeren Wege zum Verbraucher tendenziell geringer.
Die Direktheizung wandelt elektrische Energie direkt - also ohne den Umweg über die Speicherung - in Wärme um. Direktheizgeräte können trotz ihres relativ hohen Energieverbrauchs eine rentable Heizmethode sein, wenn es darum geht, ein Bad nur kurzzeitig zu beheizen.
Betreibern von natürlichen Monopolen (z.B. dem Netzbetrieb) ist es per Diskriminierungsverbot untersagt, diese Vorteile zur Benachteiligung der anderen Wettbewerber einzusetzen.
Der Doppeltarifzähler zeichnet sowohl Hoch- als auch Niedertarif auf.

E

siehe Eigenverbrauchsleistung

Als Eigenverbrauchsleistung einer Erzeugungseinheit wird die elektrische Leistung bezeichnet, die für den Betrieb ihrer Neben- und Hilfsanlagen benötigt wird, zuzüglich der Verlustleistung der Aufspanntransformatoren. Man unterscheidet hierbei zwischen der Eigenverbrauchsleistung im Betrieb und im Stillstand.
Regenerativ erzeugter elektrischer Strom (aus Solar, Windkraft u. a.) kann in das allgemeine Stromnetz eingespeist werden. Dieser Strom wird mit einem bestimmten Betrag pro Kilowattstunde vergütet. Die Beträge sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt.
Als Emissionen bezeichnet man Schadstoffe, die an die Umwelt abgegeben werden. Diese können Luftschadstoffe, Radioaktivität aber auch Staub und Lärm sein. Der Gesetzgeber begrenzt Emissionen durch Gesetze und Verordnungen.
Das "Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien" ist am 1. April 2000 in Kraft getreten und hat das Ziel, den Stromanteil von Strom aus regenerativen Energiequellen bis zum Jahr 2010 zu verdoppeln. Dabei lauten die Regelungen, dass Strom, der aus regenerativen Energien erzeugt und ins Netz eingespeist wird, nach einem Mindestpreissystem - differenziert nach Sparten und Anlagengrößen - vergütet wird.

F

Fotovoltaik bezeichnet die Technik, bei der mit Hilfe einer Solarzelle aus Licht oder Sonnenenergie Strom erzeugt wird. Dabei fällt auf die Grenzschicht zwischen zwei Halbleitern von unterschiedlichem Stromleitungsmechanismus Sonnenlicht. Dieses hat zur Folge, dass sich zwischen den Halbleitern elektrische Spannung bildet. Je nach Beleuchtungsintensität und Flächengröße nimmt die Stromstärke zu oder ab.

G

Wird die Erdwärme für Heizwärme oder Strom genutzt, spricht man von Geothermie. Bisher wird in Deutschland auf diese Weise jedoch nur Heizwärme produziert.

H

Als Hochspannung wird elektrische Spannung über 1000 Volt (1kV) bezeichnet.

I

Der Einfall von Lärm und Schadstoffen in eine Umgebung wird als Immissionen bezeichnet. Dabei können diese als Luft- oder Wasserverschmutzung zutage treten. Das Bundesimmissionenschutzgesetz schreibt Grenzwerte vor.

J

K

Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ein umweltfreundliches Verfahren, bei dem gleichzeitig Strom und Wärme in einer Anlage erzeugt werden. So betreiben die meisten regionalen Stadtwerke und energieintensiven Industrieunternehmen eine Energieerzeugung nach dem KWK-Prinzip. Durch die Auskopplung von Dampf bei der Erzeugung von Elektrizität wird dieser entweder kondensiert und zu Heizzwecken in Rohrsystemen den Verbrauchern zugeführt. Oder der Dampf wird direkt als Prozessdampf in Industriebetrieben genutzt.

L

Die in Anspruch genommene Leistung wird im elektrizitätswirtschaftlichen Sprachgebrauch "Last" genannt. Sie kann die Summe der momentanen Leistungsentnahme aus einem, mehreren oder allen Netzen einer Regelzone zum Zwecke des Verbrauchs sein.
Um besser abschätzen zu können, welche Strommenge dem Endverbraucher im Stromnetz zur Verfügung gestellt werden muss, wird der Stromverbrauch der Bevölkerung in Lastprofilen geschätzt und berechnet. So wird die im Stromnetz zur Verfügung stehende Strommenge festgelegt.
Der Leistungspreis bezeichnet die pauschale Summe, die ein Energieversorger für die Lieferung von Strom erhebt. Dieser beinhaltet alle Kosten, die für die Bereitstellung von Strom anfallen wie die Fixkosten des Energieversorgers zur Aufrechterhaltung des Elektrizitätswerkes, der Umspannwerke und des Verteilungsnetzes.

M

Multi-Utility bezeichnet die Kombination unterschiedlicher Lösungsansätze rund um Energie und energienahe Dienstleistungen. Das Produktbündel umfasst modular aufgebaute und integrierte Paketlösungen.

N

Speicherheizungen sind Raumheizgeräte, in denen die erzeugte Wärme für eine spätere Wärmeabgabe gespeichert wird. Bei Nachtspeicherheizungen wird die Wärme über Nacht gespeichert, was den Vorteil hat, dass hierzu der Nachttarif in Anspruch genommen werden kann. Dabei wird die Menge der zu speichernden Wärme durch die Größe des Speicherkerns, die Leistungsaufnahme und die Ladedauer bestimmt.
Naturstrom besteht zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Unternehmen, die Naturstrom anbieten, zeichnen sich meist durch ein "Grüner-Strom-Label" aus, das es als "Gold" oder "Silber" gibt. Das "Grüner Strom-Label Gold" garantiert 100% Herstellung von Naturstrom, das Label in Silber gibt es für Strom, der bis zu 50% auch aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) mit herkömmlichen Brennstoffen stammen kann, aber nicht aus Atomenergie oder Braunkohle.
Bei einem Wechsel des Stromanbieters, muss der neue Anbieter die Möglichkeit haben, seinen Strom zu Ihrer Wohnung "durchzuleiten". Hierzu schließt er mit Ihrem alten Anbieter eine "Durchleitungsvereinbarung" oder "Durchleitungsvergütung" ab. Für die Durchleitung kann der alte Netzbetreiber ein Netznutzungsentgelt verlangen. Dieses Entgelt ist noch nicht einheitlich geregelt. Als Kunde müssen Sie diese Gebühr nicht bezahlen.
Als Niederspannung wird auch die Wechselspannung zwischen 50 und 1000 Volt (in Haushalten nicht mehr als 250 Volt) bezeichnet. Gleichstrom zwischen 75 und 1500 Volt gilt als Niederspannung. Niedrigere Spannungen werden als Kleinspannung bezeichnet, höhere als Mittel- oder Hochspannung.
Der Niedertarif ist ein günstigerer Stromtarif, der meist montags bis freitags von 22 bis 6 Uhr, samstags von 13 bis 24 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 0 bis 6 Uhr des Folgetages gültig ist. In der restlichen Zeit wird im Hoch- oder auch Normaltarif abgerechnet.

O

P

Q

R

Regenerative Energien werden auch erneuerbare Energien genannt und stehen in unbegrenztem Maße zur Verfügung. Darunter fallen Energieträger wie Biomasse, Sonne, Wind und Wasser. Energieträger wie Erdgas, Erdöl, Kernenergie und Kohle zählen nicht dazu, da deren Verfügbarkeit begrenzt ist.

S

Eine Strombörse ist ein neutraler Handelsplatz mit transparenter Preisbildung und gleichen Konditionen für alle dort zugelassenen Handelsteilnehmer. Sie verfolgt keine eigene Handelsstrategie. Eine Strombörse unterliegt als Warenbörse dem deutschen Börsengesetz. Für im europäischen Ausland niedergelassene Börsen gelten ggf. andere gesetzliche Bestimmungen/Zulassungsvoraussetzungen.
Das Stromeinspeisegesetz wurde 1990 vom Bundestag beschlossen und im März 2000 durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz erweitert. Zur Finanzierung regenerativer Energieträger müssen Stromkonzerne für Strom aus regenerativen Energien, der in das öffentliche Netz eingespeist wird, 80% des durchschnittlichen Strompreises für Endverbraucher zahlen.

T

U

"Unbundling" kommt aus dem Englischen und bezeichnet die wirtschaftliche Trennung von Stromerzeugung und Bereitstellung des Netzes. Durch diese Trennung ist eine neue Berechnungsgrundlage für beide Dienstleistungen erforderlich.

V

Der Bundesverband der Deutschen Industrie, der VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft und die Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke VDEW haben 1999 die derzeit gültige Verbändevereinbarung verabschiedet. Darin sind die Kriterien zur Bestimmung von Nutzungsentgelten für elektrische Energie festgelegt.
Der Verrechnungspreis deckt die Kosten für Messeinrichtungen (Zähler und Zubehör), Erfassung der Zählerstände sowie Abrechnung und Inkasso für eine bestimmte Zeitspanne. Diese beläuft sich in der Regel auf ein Jahr.

W

Das Verhältnis von abgegebener und aufgenommener Leistung bei Energieumwandlungen wird als Wirkungsgrad bezeichnet. Anlagen mit gleichzeitiger Nutzung der bei der Stromproduktion anfallenden Wärme erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad.

X

Y

Z

Der Zählpunkt ist ein Netzpunkt, an dem ein Energiefluss messtechnisch erfasst und gezählt und oder registriert wird (Einspeise- und/oder Entnahmepunkt).

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Tel.: 0621 585-2251
Fax: 0621 585-2257

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Begriffe im liberalisierten Strommarkt

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