Archiv 2006

Ludwigshafen, 19. Dezember 2006

Pfalzwerke erhalten Bescheid zu den Netznutzungsentgelten

Die Bundesnetzagentur hat gestern die Netzentgelte der PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT genehmigt. Im Bescheid werden die beantragten Netzentgelte um 11 Prozent gekürzt. Der Schwerpunkt der Kürzungen liegt in den Kapitalkosten.

Die prozentuale Kürzung der Netznutzungsentgelte liegt im Rahmen jener Absenkungen, wie sie auch anderen Netzbetreibern bisher vorgeschrieben wurden. Die Entscheidung stellt das Unternehmen vor wirtschaftliche Herausforderungen, zumal im Rahmen der Anreizregulierung ab 2009 weitere Kürzungen zu erwarten sind. Bei der Bewertung der für die Netzentgeltbescheide relevanten Kostenbasis stimmen die Pfalzwerke in mehreren Punkten nicht mit der Bundesnetzagentur überein. Dennoch werden wir den Bescheid akzeptieren.

Die Auswirkungen können für die jeweiligen Kundengruppen unterschiedlich sein. Dabei gelten Kürzungen rückwirkend vom 01. Dezember 2006 bis zum 31.12.2007.

Erhöhungen gelten erst ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung im Internet.

In der Mittel- und Niederspannung wird die Netznutzung für alle Kunden günstiger. Dies gilt auch für die meisten Weiterverteiler (Stadt- und Gemeindewerke).

Für große Weiterverteiler sowie für einige Industriekunden, die aus der Hochspannung oder Umspannwerken direkt versorgt werden, wird die Netznutzung etwas teurer. Die Gründe liegen in der Verteuerung des vorgelagerten Übertragungsnetzes für die Pfalzwerke um 12 Prozent sowie in den neuen Vorgaben für die Kostenwälzung.

Für Privatkunden werden sich die allgemeinen Preise in der Grundversorgung aufgrund der Netzentgeltgenehmigung nicht ändern: In den von der Preisaufsicht für 2006 genehmigten Preisen wurde die Kürzung der Netznutzungsentgelte bereits vorweggenommen und mit den steigenden Beschaffungskosten verrechnet. Die Beschaffungskosten für das Jahr 2007 sind allerdings erneut dramatisch angestiegen, so dass eine Preisanpassung in der Grundversorgung für 2007 beantragt werden musste.

Im Sommer hat die Bundesnetzagentur einen bundesweiten Vergleich der Netzkosten veröffentlicht. Die Pfalzwerke schneiden hier vor allem im Hoch - und Mittelspannungsbereich gut ab. Es gibt bundesweit nur wenige Netzbetreiber, die den Kilometer Leitung und die installierte Umspannerleistung so kostengünstig und effizient bereitstellen. Dasselbe gilt, wenn man die Unterschiede der Netzgebiete berücksichtigt, auch für die unteren Netzebenen.

 

Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation & Marketing
Elke Spaeth, Tel. 0621 585-2380

Ludwigshafen, 05. November 2006

Auch Teil der Pfalzwerke – Kunden von europaweiter Störung betroffen

Gestern (04.11.06) kam es um 22.10 Uhr zu Ausfällen in mehreren Gemeinden im Versorgungsgebiet der Pfalzwerke.

An drei Umspannwerken der Pfalzwerke erfolgte eine automatisierte Abschaltung, nachdem die Frequenz im europäischen Verbundnetz absank. Zu einem Frequenzabfall im Verbundnetz kommt es, wenn die einspeisende Energie den Bedarf im Verbundnetz nicht decken kann (Differenz in der Energiebilanz). Hierfür sind in den Umspannwerken Frequenzüberwachungsrelais eingebaut, die bei Unterschreitung eines festgelegten Wertes auslösen, um so das übrige Netz stabil zu halten. 

Nach zwei bzw. drei Minuten waren alle betroffenen Gemeinden wieder versorgt.
 
Betroffen waren die Ortschaften:

Ausfall 2 Minuten
- Bellheim, Westheim, Schwegenheim, Lingenfeld

Ausfall 3 Minuten
- Breitenbach, Brücken, Bubach, Dittweiler, Dunzweiler, Frohnhofen, Gries, Herschweiler, Krottelbach, Lambsborn, Marth, Niederkirchen/Ostertal, Saal, Sand, Schmittweiler, Schönenberg- Kübelberg,  Waldmohr, Websweiler


Pfalzwerke, Öffentlichkeitsarbeit:
Elke Spaeth, Tel. 0621 585-2380

Ludwigshafen, 31. Oktober 2006

Pfalzwerke Beratertage zur Wärmepumpe

Wie funktioniert eigentlich eine Wärmepumpe? Ist das was für mich? Wer kann mir so etwas einbauen? Wie sieht das dann aus?

Auf all diese Fragen und weitere Themen rund um das Thema Energie geben in der Woche vom 06. bis 12. November 2006 unsere Experten in dem Energiezentrum Kandel gerne Antworten.
Nicht aber nur die Theorie möchten die Pfalzwerke erläutern, zahlreiche erfolgreiche Projekte haben unsere Spezialisten bereits mit begeisterten Kunden umgesetzt. Diese Wärmepumpen-Installationen können in dieser
Woche live vor Ort besichtigt werden. Gerne öffnen unsere Kunden Interessenten ihre Türen, um zu zeigen, wie diese Technik in der Realität funktioniert und über ihre Erfahrungen zu berichten. In dem Energiezentrum finden am 11. und 12. November zusätzlich spezielle Informationsveranstaltungen mit einem Rahmenprogramm statt, bei dem auch
für die jüngsten Besucher mit einer bunten Kinderunterhaltung gesorgt ist.

Die Termine für die Referenzveranstaltungen sind wie folgt:

Luft-Wasser + Solaranlage:
Montag, 6. November 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
76777 Neupotz, Sonnenblumenweg 2, Familie Scheming

Sole-Wasser:
Dienstag, 7. November 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
76877 Offenbach, Europaallee 10, Achim Maier

Sole-Wasser:
Mittwoch, 8. November 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
76776 Neuburg, Hauptstraße 58, Fam. Schlegel

Inverter-Technik:
Donnerstag, 9. November 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
76857 Dernbach, Kirchgasse 41, Fam. Dietrich

Sole-Wasser + Be- und Entlüftung:
Freitag, 10. November 2006, 14.00 bis 17.00 Uhr
67354 Römerberg-Heiligenstein, Heiligensteiner Str. 91, Fam. See

Zusätzliche Informationsveranstaltungen Energiezentrum Kandel:
Samstag, 11. November, 10 bis 17 Uhr Sonntag, 12. November, 10 bis 18 Uhr
Energiezentrum Kandel Landauer Straße 28, 76870 Kandel

Medieninformationen
PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT; Kurfürstenstraße 29, 67061 Ludwigshafen
Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation und Marketing
Nicole Siepert (0621) 585 2325
Tel.: 07275 9555-30

Ludwigshafen, 05. Oktober 2006

PfalzKom und MAnet wachsen zusammen

Wirtschaftsraum profitiert von Zusammenschluss: leistungsfähige Telekommunikationslösungen für die gesamte Metropolregion Rhein-Neckar.

Mehr zu dieser Medieninformation finden Sie als Download in der rechten Spalte.

Ludwigshafen, Bobenheim-Roxheim, 6. Juli 2006

Blitzschlag in Übergabestation

Um 00:13 Uhr schlug ein Blitz in die Übergabestation der Pfalzwerke in Bobenheim-Roxheim ein. Dabei wurde die Schaltanlage zerstört und es kam innerhalb der Anlage zum Austritt von Isolationsstoffen, die zunächst von der Feuerwehr abgesaugt werden mussten. Danach erst konnten das Netzteam und die Netzinstandhaltung der Pfalzwerke mit der Störungsbeseitigung beginnen. Nach insgesamt 272 Minuten konnte Bobenheim-Roxheim wieder zugeschaltet werden.In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Frankenthal wurden die Kabel aus der defekten Schaltanlage entfernt und überbrückt, so dass die Gemeinde zurzeit mit einer Direktanbin-dung an das Pfalzwerke – Netz versorgt wird. Mitte nächster Woche wird die defekte Schaltanlage ausgetauscht. Technisch ist die Inbetriebnahme der neuen Schaltanlage so geplant, dass die Kunden davon nicht beeinträchtigt werden.

Ansprechpartner: Elke Spaeth, PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT,  
Tel.: 0621-585-2380, Fax: 0621-585-2257, Elke_Spaeth@Pfalzwerke.de

Ludwigshafen, 6. Juli 2006

PfalzKom übernimmt Mannheimer MAnet

Die Ludwigshafener PfalzKom GmbH, ein Tochterunternehmen der Pfalzwerke AG, übernimmt zum 1. Oktober 2006 die
Mannheimer MAnet GmbH, die Telekommunikationstochter der MVV Energie AG. Das teilten Pfalzwerke und MVV Energie am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Zum Verkaufspreis machten beide Unternehmen keine Angaben. Die Übernahme unterliegt noch der kartellrechtlichen Zustimmung.
Die MAnet wurde 1998 mit Sitz in Mannheim gegründet und
hat sich zu einem regional verwurzelten Dienstleister in der
Telekommunikationsbranche erfolgreich entwickelt. Das Unternehmen bietet Lösungen für Hochgeschwindigkeitsverbindungen für Datennetze, Internet und Telefonie sowie Kapazitäten für Rechenzentren. Die MAnet beschäftigt derzeit rund 20 Mitarbeiter, die vom Erwerber übernommen werden, und erwirtschaftete im letzten Jahr einen Umsatz von 6,9 Millionen Euro. Durch die Übernahme der MAnet GmbH durch die PfalzKom entsteht in der Metropolregion ein starker, auf die heimischen Unternehmen ausgerichteter Komplettanbieter für Telekommunikations-Dienstleistungen.

Ansprechpartner: Elke Spaeth, PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT,
Tel.: 0621-585-2380, Fax: 0621-585-2257, Elke_Spaeth@Pfalzwerke.de

Studernheim, 6. Juni 2006

Pfalzwerke erschließen Baugebiet in Frankenthal-Studernheim

Die Pfalzwerke beginnen am 06. Juni 2006 mit dem Vorstufenausbau für das Neubaugebiet „Studernheim-West, Südliche Erweiterung, Abschnitt II“, in Frankenthal-Studernheim. An diesem Tag werden Theo Wieder, Oberbürgermeister von Frankenthal, und Dr. Werner Hitschler, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke, mit dem ersten Spatenstich den offiziellen Startschuss für das Projekt geben. Das zukünftige Wohnbaugebiet umfasst eine Fläche von rund 6 Hektar und bietet Platz für ca. 152 Baugrundstücke. Die Bauplätze sind zwischen 230 und 760 m² groß. Der Vorstufenausbau, zu dem die Herstellung aller Ver- und Entsorgungseinrichtungen, die asphaltierte Baustrasse mit Beleuchtung, Grünflächen, Lärmschutzwall gehören, wird voraussichtlich Ende Oktober 2006 abgeschlossen sein. Ab November 2006 kann der private Wohnungsbau beginnen. Die Pfalzwerke planen das Projekt im Sommer 2009 mit dem Endausbau der Straßen abzuschließen. Die Kosten hiefür betragen rund 3,5 Millionen Euro. Die Erschließungskosten werden zwischen 55 und 60 €/m² liegen, so dass die Bauinteressenten mit Grundstückspreisen um 225 €/m² rechnen können. Als gesamtverantwortlicher Erschließungsträger werden die Pfalzwerke sämtliche Maßnahmen zur Vorbereitung des Gebiets koordinieren und realisieren. Für die privaten Bauherren ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile: Die Fläche wird schnell und kostengünstig erschlossen, die Eigentümer erhalten alle Leistungen rund um ihr Grundstück aus einer Hand und können sich so auf einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort verlassen. Die Stadt Frankenthal und die Pfalzwerke schlossen am 01. Juni 2005 den Erschließungsvertrag ab.

Weitere Informationen: Nicole Siepert, Tel.: 0621-585-2325

Merchweiler, 01. Juni 2006

Pfalzwerke erschließen Baugebiet Kässeiters in Merchweiler

Die Pfalzwerke haben am 01. Juni 2006 mit den ersten Kanal- und Straßenarbeiten für das Neubaugebiet „Kässeiters, 1. Bauabschnitt“, in Merchweiler begonnen. An diesem Tag gaben Walter Dietz, Bürgermeister von Merchweiler, und Günter Becht, Abteilungsleiter Energiedienstleistungen der Pfalzwerke, mit dem ersten Spatenstich den Startschuss für das Projekt.
Das Gelände liegt in landschaftlich attraktiver Lage am südlichen Ortsrand von Merchweiler mit reizvollem Ausblick auf die sich anschließenden Waldgebiete. Es verfügt über eine gute Anbindung zum Ortskern mit Schul- und Sportzentrum. Darüber hinaus bestehen zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe. Besonders hervorzuheben ist die optimale regionale Anbindung dieses Gebiets.  
Der erste Bauabschnitt umfasst eine Fläche von rund 2,6 Hektar und bietet Platz für 30 Einfamilien- oder Doppelhäuser. Die Bauplätze sind zwischen 350 und 1.500 m² groß. Der Vorstufenausbau, zu dem unter anderem Kanal-verlegung und Baustraßen gehören, wird voraussichtlich Ende September 2006 abgeschlossen sein. Ab Oktober 2006 kann der private Wohnungsbau beginnen.
Die Pfalzwerke planen das Projekt im Sommer 2009 mit dem Endausbau der Straßen abzuschließen. Die Kosten hiefür betragen rund 1 Million Euro. Die Erschließungskosten werden bei rund 60 €/m²  liegen, so dass die Bauinteressenten mit Grundstückspreisen von 89 €/m² rechnen können. 
Als gesamtverantwortlicher Erschließungsträger werden die Pfalzwerke sämtliche Maßnahmen zur Vorbereitung des Gebiets koordinieren und realisieren. 
Für die privaten Bauherren ergeben sich daraus zahlreiche Vorteile: Die Fläche wird schnell und kostengünstig erschlossen, die Eigentümer erhalten alle Leistungen rund um ihr Grundstück aus einer Hand und können sich so auf einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort verlassen. Zusätzlich werden die Pfalzwerke die Grundstücke im Auftrag der Gemeinde vermarkten. Bereits heute sind sieben Bauplätze verkauft und vier weitere stehen kurz davor.
Die Gemeinde Merchweiler und die Pfalzwerke schlossen im September 2004 einen Vorvertrag ab und vereinbarten, den 19 Hektar großen Bereich Kässeiters Schritt für Schritt zu erschließen.


Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation und Marketing
Nicole Siepert (0621) 585 2325

Ludwigshafen, 12. Mai 2006

Pfalzwerke im Wettbewerb erfolgreich: Umsatzplus bei Geschäftskunden

Unternehmensgruppe sichert Arbeitsplätze und ist fit für härteren Wettbewerb

Ludwigshafen – Die PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT hat ihre Position als führender Energiedienstleister in der Pfalz und im Saarpfalz-Kreis gefestigt. Bei der Hauptversammlung am Freitag, 12. Mai, im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen präsentierte das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2005 erfreuliche Zahlen: Die Umsatzerlöse sind in der Aktiengesellschaft um 168,4 Millionen Euro auf 745,2 Millionen Euro gestiegen. Der Jahresüberschuss beträgt 17,2 Millionen Euro. Ausgeschüttet wird eine Dividende von 8,50 Euro pro Stückaktie. Davon profitieren vor allem der Bezirksverband und Kommunen im Netzgebiet, denen knapp drei Viertel der Pfalzwerke-Aktien gehören. Die Eigenkapitalquote liegt bei 21,9 Prozent. Im Berichtsjahr investierte der regionale Energiedienstleister 59 Millionen Euro in seine Anlagen und Netze – Geld, das zum Großteil der heimischen Wirtschaft zugute gekommen ist. Durch seine strategische Ausrichtung mit spezialisierten Partnerschaften fühlt sich das Unternehmen für den schärfer werdenden Wettbewerb im Energiemarkt gerüstet. „Wir nehmen unsere soziale Verantwortung für die Region ernst“, betonen die Pfalzwerke-Vorstände Günther Koch und Dr. Werner Hitschler. 

Das gute Ergebnis schreibt die Geschäftsführung der konsequenten Marktorientierung zu. „Wir waren vor allem bei Vertragsabschlüssen mit Geschäftskunden erfolgreich. Mit innovativen, börsengekoppelten Produkten konnten wir für unsere Kunden Preise realisieren, die unter dem Marktdurchschnitt lagen“, analysieren die Vorstände den Jahresabschluss. Bei den Privat- und Gewerbekunden liegt die Wechselquote mit 2,1 Prozent weiter deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Das Unternehmen schreibt die geringe Fluktuation seiner gelebten Kundennähe, fairen Preisen und der fachkundigen persönlichen Beratung zu, die seit November 2005 durch ein Online-Energieportal bereichert ist.

Wirtschaftliche Impulse für die Region
Die Pfalzwerke bieten knapp 600 Menschen in der Aktiengesellschaft und weiteren 600 in Unternehmen der Gruppe Beschäftigung. 47 Jugendliche konnten bei den Pfalzwerken Ausbildungsplätze finden. Allein die im Jahr 2005 an die Mitarbeiter der Pfalzwerke gezahlte Lohn- und Gehaltssumme beläuft sich auf ca. 34,3 Mio. Euro. Ausgaben, die eine nachhaltige Investition in die hiesige Kaufkraft darstellen und Impulse für die regionale Wirtschaft liefern. Der Großteil der vergebenen Aufträge geht bevorzugt an regionale Lieferanten. Die Konzessionen gebenden Gemeinden erhielten im Jahr 2005 Zahlungen in Höhe von 17,4 Mio. Euro, die Gewerbesteuerzahlungen beliefen sich auf insgesamt 5,9 Mio. Euro.

Neues Energierecht ist eine Herausforderung 
Durch das im Juli 2005 in Kraft getretene neue Energierecht haben sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen tief greifend verändert. Das Gesetz stellt die Betreiber von Gas- und Stromnetzen nicht nur unter die Aufsicht der Bundesnetzagentur, sondern erfordert auch umfangreiche Umstrukturierungen in den Unternehmen. So ist zum Beispiel die Trennung des Energievertriebs vom Netzbetrieb vorgeschrieben, um Nachteile für Wettbewerber auszuschließen. Die Entgelte für die Nutzung von Energienetzen werden ab 2006 von der Bundesnetzagentur genehmigt. Die Anträge dafür mussten am 31. Oktober 2005 eingereicht sein. Mit den neuen Vorschriften sind zudem zahlreiche Berichtspflichten verbunden, die einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand bedeuten. Die Pfalzwerke haben nach Angaben der Geschäftsführung alle Vorgaben fristgerecht erfüllt.

Politik, Wirtschaft und Verbraucherverbände erhoffen sich durch die Regulierung der Netzentgelte Preissenkungen. Vorstand Koch warnt vor zu hohen Erwartungen: „Wir wünschen den Verantwortlichen Augenmaß bei ihren Entscheidungen. Die hohe Versorgungsqualität in Deutschland darf nicht aus kurzsichtigen Kostengesichtspunkten gefährdet werden. Die Ertragslage der Netzbetreiber muss ausreichen, um kontinuierlich zu investieren.“

Wettbewerbsvorteile durch Kundennähe und gebündelte Kompetenz
Den Herausforderungen des neuen Energierechts mit Verschärfung der Wettbewerbssituation einerseits und dem weltweit anhaltenden Kletterkurs der Energiepreise andererseits will die Geschäftsführung durch den konsequenten Ausbau der Pfalzwerke-Gruppe begegnen. Im Verbund mit Partnern können Synergien genutzt, Kosten gesenkt und Know-how gebündelt werden. Entscheidende Voraussetzungen, um Kunden langfristig attraktive Leistungen zu bieten und sich im Markt zu behaupten.

„Bei der Wahl unserer strategischen Partner setzen wir auf Professionalität und Regionalität“, definiert Dr. Werner Hitschler die Beteiligungsstrategie. „Durch deren Spezialisierung können wir uns gemeinsam von Wettbewerbern differenzieren sowie unsere Effizienz und Konkurrenzfähigkeit steigern.“ Das Spektrum an Service- und Dienstleistungen reicht mittlerweile von der Energieversorgung über energienahe Dienstleistungen und Telekommunikation bis hin zur Informationstechnologie sowie dem Zähler- und Messwesen.

So erweiterte der Konzern 2005 zum Beispiel die Geschäftsfelder der prego services GmbH – einem Unternehmen der PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT, der VSE AG und der Saar Ferngas AG für Personaldienstleistungen und Materialwirtschaft – um Abrechnungsdienstleistungen und Forderungsmanagement. Neben einer effektiven und kostengünstigen Leistungserbringung für die Mutterhäuser kann sich prego so aufgestellt auch in anderen Märkten etablieren. Gemeinsam mit der VSE gründeten die Pfalzwerke im Juni 2005 die VOLTARIS GmbH mit Sitz in Maxdorf. Diese Gesellschaft konzentriert das Messwesen und Energiedatenmanagement.

Durch Innovationen Zukunft sichern 
Um die Energieversorgung der Region nachhaltig zu sichern, engagieren sich die Pfalzwerke für die Erforschung sowie Erprobung neuer Energiequellen und –techniken. Beispiele dafür sind das Erdwärmekraftwerk in Landau, ein Holzhackschnitzel-Heizwerk für Einrichtungen des Bischöflichen Ordinariats Speyer und der Solarpark Sembach. Die Zukunft braucht Energiekonzepte, die Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz optimal vereinen. Deshalb unterstützen die Pfalzwerke ihre Kunden auch bei der Realisierung zukunftsträchtiger Projekte. Auch innovative Dienstleistungskonzepte wie das Anlagencontracting oder die privatrechtliche Baulanderschließung werden weiter ausgebaut.
 
Neu: Konzernabschluss für mehr Transparenz
Die Pfalzwerke legen für 2005 erstmals einen Konzernabschluss vor, um einen umfassenden Einblick in die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage der Gruppe zu gewährleisten. Zudem wird der gesamte Umfang der Geschäftstätigkeit des Unternehmensverbundes in dieser Berichtsform erkennbar. Nach Ansicht des Vorstands ist dies für die Glaubwürdigkeit eines regional verwurzelten Unternehmens angesichts der öffentlichen Diskussion um die Energiepreise wichtiger denn je. Die Umsatzerlöse des Konzerns verbesserten sich 2005 um 177,9 Millionen Euro auf 816,9 Millionen Euro, der Konzernbilanzgewinn beträgt 18,5 Mio. Euro.

Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation & Marketing:                Elke Spaeth, Tel. (0621) 585-2380

Lautersheim, 10. Mai 2006

Baubeginn im Ökopark Lautersheim: Offizieller Spatenstich

Nach der abgeschlossenen Planungsphase können nun am 10. Mai 2006 die Bauarbeiten im Ökopark Lautersheim beginnen.
Auf dem ehemaligen Raiffeisengelände in Lautersheim werden vier Musterhäuser des Fertighausherstellers Streif errichtet, die jeweils mit unterschiedlicher Anlagentechnik ausgestattet werden. Die Pfalzwerke AG haben die Planung der Technik unter „regenerativen“ Gesichtspunkten durchgeführt. Das gesteckte Ziel, den kompletten Energiebedarf für Heizung, Warmwasser und auch den Haushaltsstromverbrauch, zu decken wurde mit geeigneter Anlagentechnik erfüllt und sogar übertroffen. Teilweise wird ein Energieüberschuss produziert der in das öffentliche Versorgungsnetz abgegeben werden kann.  Geplant wurden modernste haustechnische Systeme wie Fotovoltaikanlagen, thermische Solaranlagen sowie verschiedenen Wärmepumpensysteme, die Energie wird aus dem Erdreich der Außenluft und von der Sonne gewonnen. In jedem Haus wird außerdem eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung eingebaut. In den vier Gebäuden übernehmen die Pfalzwerke des Weiteren im Rahmen ihres Contractingangebotes „Rund um Sorglos“ auch den Bau, den Betrieb, die Finanzierung der Anlagentechnik.
Zum Spatenstich um 14 Uhr am ehemaligen Raiffeisenlagehaus wird auch Ministerin Conrad, Staatsministerin für Umwelt und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, anwesend sein, das Modell ist auch überregional von Interesse, auch als Landesleitprojekt Klimaschutz. Die Vorstellung von Ortsbürgermeister Axel Straube, vier Häuser unter ökologischen  Gesichtspunkten zu errichten ist also mehr als erfüllt worden.
Bauinteressen können mit dem Ökopark Lautersheim einen sehr guten Einblick in den derzeitigen Stand der gebäude- und energietechnischen Entwicklung und Möglichkeiten gewinnen.
Ludwigshafen, 27. April 2006

Tag der erneuerbaren Energien

Am 29. April lädt der Donnersbergkreis zum Tag der Erneuerbaren Energien unter der Schirmherrschaft der Ministerin  für Umwelt und Forsten, Frau Margit Conrad, ein. Unternehmen und private Haushalte im gesamten Kreisgebiet öffnen ihre Häuser, um im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Öffentlichkeit z.B. ihre umweltfreundlichen Solarstrom- und Heizanlagen zu präsentieren und über ihre Erfahrungen zu berichten. Selbstverständlich werden Informationen und Demonstrationen des praktischen Umgangs mit erneuerbaren Energien zu Biomassenutzungen wie z.B. Holz sowie Wärmepumpen nicht fehlen.
Die Pfalzwerke beteiligen sich ebenfalls an diesem Tag mit ihrem Energiezentrum in Rockenhausen. Hier sind Heizungsanlagen installiert, die den Boden und die Raumluft als Wärmelieferant nutzen und so nach Bedarf heizen oder kühlen. Zu besichtigen sind verschiedene Heiz- und Kühltechniken, wie eine Erdsonde oder eine Fotovoltaikanlage. Sämtliche hier ausgestellte und verwendete Technik lässt sich auch in privaten Häusern einbauen und nutzen. Das Energiezentrum informiert Sie gerne über die Optimierung Ihres Energieverbrauchs und gibt Tipps zu erneuerbaren Energien. Das Beraterteam des Energiezentrums steht für alle Fragen zur Verfügung.

Energiezentrum Rockenhausen
Kreuznacher Strasse 61
67806 Rockenhausen
Tel.: 0 6361 / 92 17 40
Fax: 0 63 61 /  92 17 49

 

Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation
Nicole Siepert, Tel. (0621) 585-2325

Ludwigshafen, 10. April 2006

Wettbewerb fordert Energieversorger: Pfalzwerke offensiv

Planbare Energiekosten ohne Preisrisiko – Pfalzwerke bieten Unternehmen Strom zum Jahresmittelwert der Börsenkurse

Während weltweit die Preise für Strom, Erdgas und Kohle immer noch steigen, werden auch die Kursausschläge an den Stromhandelsbörsen stetig stärker und weniger vorhersehbar. Das verschärft das Risiko für Unternehmen, elektrische Energie zu einem ungünstigen Zeitpunkt und für einen zu kurzen oder zu langen Zeitraum einzukaufen. Denn bislang orientierte sich der Strompreis der Energieversorger für Geschäftskunden in aller Regel am Börsenkurs bei Vertragsabschluss. Der hohe Kostendruck in der Wirtschaft verstärkt jedoch auch den Wettbewerb unter den Energieversorgern um die Gunst großer Kunden. So gehen die Pfalzwerke jetzt in die Offensive und machen die Kursschwankungen kurzerhand zum Kundenvorteil. Sie bieten Unternehmen ein Stromprodukt mit garantiertem Festpreis, der sich aus dem Jahresmittelwert von Börsennotierungen ergibt. Spekulation ist da nicht drin, die Preisbildung erfolgt absolut transparent. Durch den Mittelwert umgehen Kunden garantiert jede Preisspitze und profitieren auch von fallenden Preisen. „Es wird zunehmend schwieriger, Preistäler für Vertragsabschlüsse zu definieren“, sagt Ralf Poll, Vertriebsleiter der Pfalzwerke. „Im harten Kampf um Marktanteile zählt für unsere Kunden aber jeder Cent. Ein marktgerechter Jahres-Fixpreis hat für die meisten Unternehmen bis fünf Millionen Kilowattstun-den oberste Priorität. Hier setzen die neuen Produkte der Pfalzwerke an.“ Die Pfalzwerke agieren seit der Liberalisierung des Energiemarktes erfolgreich im Stromhandel: Sie kauften zum Beispiel 2005 rund 17,5 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie über den Termin- und Spotmarkt ein; dabei erzielten sie bislang immer Preise, die niedriger waren als der durchschnittliche Wert am Terminmarkt. Von diesem Ergebnis profitieren ihre Kunden unmittelbar. Die Pfalzwerke versorgen rund 300.000 Privat- und Gewerbekunden, 1.500 Industriekunden sowie 64 Stadt- und Gemeindewerke mit elektrischer Energie.

Pfalzwerke Unternehmenskommunikation & Marketing
Elke Spaeth, Tel. (0621) 585-23 80

Ludwigshafen, Maxdorf März 2006

Pfalzwerke beteiligen sich am Girls' Day

Unternehmen und Organisationen in ganz Deutschland öffnen am 27. April 2006 einen Tag lang ihre Tore, um Mädchen Einblicke in spannende technische und naturwissenschaftliche Berufsbereiche zu ermöglichen. Mädchen und junge Frauen wählen ihre Ausbildung immer noch aus einem sehr eingeschränkten Berufswahlspektrum und nehmen dadurch nicht alle Chancen wahr, die ihnen das Berufsleben tatsächlich bietet.
Auch die Pfalzwerke sind in diesem Jahr wieder dabei und bieten Mädchen ab der 5. Klasse die Gelegenheit, einen Tag Berufe kennen zu lernen, die bisher eher von Männern dominiert sind. Dazu gehört auch z.B. der Elektroniker für Betriebstechnik – einer der wichtigsten Ausbildungsberufe am Bildungszentrum Maxdorf.

Den Weg des Stroms möchten die Pfalzwerke am Girls´ Day interessierten Schülerinnen zeigen und erklären. Wie arbeiten die Monteure im Ortsnetz, was wird in einer Netzleitstelle gemacht und wie kommt der Strom eigentlich in die Steckdose? Diese Fragen werden an diesem Tag im Fokus stehen.

Beginn der Veranstaltung wird um 08:30 Uhr im Bildungszentrum der Pfalzwerke in Maxdorf sein. Gegen 15:00 Uhr wird der Einblick in die spannende Welt der Energieversorgung zu Ende sein, es erfolgt ein Transfer zurück zum Ausgangspunkt. Das vollständige Programm senden wir bei Interesse gerne zu.

Interessierte Schülerinnen können sich gerne bei der Abteilung Unternehmenskommunikation & Marketing der Pfalzwerke melden. Anmeldeschluss ist der 19. April 2006.

 

Ansprechpartnerin:
Nicole Siepert

PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Unternehmenskommunikation & Marketing
Kurfürstenstraße 29
67061 Ludwigshafen
Tel.:  0621-585-2325
Fax:  0621-585-2257
E-Mail: nicole_siepert@pfalzwerke.de

Landau, Ludwigshafen, 24. März 2006

Erdwärmeprojekt Landau weiterhin erfolgreich

Endtiefe der zweiten Bohrung erreicht

Nach einer ersten Serie von Bohrlochmessungen fiel heute (24.03.06) die Entscheidung, dass die Endtiefe der zweiten Bohrung in Landau bei einer Tiefe von 3.340 Metern am 16. März 2006 erreicht wurde. Die Bohrarbeiten der zweiten Bohrung (Injektionsbohrung) waren damit zehn Tage schneller erreicht, als bei der ersten Bohrung (Förderbohrung).

Die Förderbohrung wurde bereits im Herbst vergangenen Jahres erfolgreich abgeschlossen. Die anschließenden Tests ergaben, dass Thermalwassertemperatur und Fließrate die Anforderungen an eine wirtschaftliche Betriebsführung erfüllen. Für die zweite Bohrung – die Injektionsbohrung - wurde der Bohrturm um nur sechs Meter versetzt. Diese Bohrung soll später dazu dienen, das während der Strom- und Wärmegewinnung abgekühlte Wasser, zurück in die Gesteinsschichten zu verpressen.

Das Bohrmanagement für die zweite Bohrung lag wieder in den Händen der BESTEC GmbH, einem Beteiligungsunternehmen der Pfalzwerke und Dr. Jörg Baumgärtners. Die Bohrarbeiten wurden in hoher Qualität und Zuverlässigkeit von der polnischen Firma Jaslo, Oil & Gas Exploration Company durchgeführt.

Die Planungen in den nächsten Wochen sehen unter anderem folgende Arbeiten vor: Bohrlochmessungen, Umrüsten der Pumpen, Aktivierung der Bohrung (Frischwasserinjektion), Auslauftest, hydraulische Untersuchungen (Injektion), optional weitere Stimulationsmaßnahmen und Verifizierung der hydraulischen Daten.

Läuft alles nach Plan, wird das Erdwärmekraftwerk bereits im Jahr 2007 rund 5.000 Haushalte mit Strom und 300 Haushalte mit Wärme beliefern. Das Kraftwerk soll eine elektrische Leistung von 2 bis 2,5 MW erbringen. Die geo x, ein Beteiligungs¬unternehmen der Pfalzwerke und der EnergieSüdwest plant die Anlage, realisiert das Kraftwerk und wird es später betreiben.


EnergieSüdwest
Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Bonnes
Tel. 06341 289-143

PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Unternehmenskommunikation & Marketing
Elke Spaeth
Tel. 0621 585-2380

Ludwigshafen, Winnweiler, Rockenhausen, 1. März 2006

Pfalzwerke und Wilhelm - Erb – Gymnasium, Winnweiler / Woher kommt die Energie der Zukunft?

Das Projekt „Jugend denkt Zukunft“ startete im Herbst 2004. Es bringt Unternehmen mit Schülerinnen und Schülern im Alter von 14 bis 17 Jahren zusammen, die in einem mehrtägigen Zukunftsspiel die Gelegenheit bekommen, neue Technologien und Produkte kennen zu lernen.
 
Die Pfalzwerke beteiligen sich zum zweiten Mal an der Initiative und bestreiten dieses Projekt in diesem Jahr gemeinsam mit Schülern einer 10. Klasse des Wilhelm - Erb - Gymnasiums, Winnweiler. In der Woche vom 06. – 10. März 2006 beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler im visavi Energiezentrum in Rockenhausen mit den Auswirkungen der Megatrends unserer Gesellschaft auf die Energiewirtschaft. Dabei entwickeln sie Ideen für mögliche moderne Produkte und Dienstleistungen. Sie werden von Mentoren im Unternehmen unterstützt, die als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung stehen.

Das Ziel des Zukunftsspiels ist es, die Jugendlichen zu einem offenen Umgang mit neuen Technologien zu begeistern und Ideen für die Menschen von Morgen zu entwickeln. Dadurch soll ihnen die Bedeutung von Innovation, Forschung und strategischer Planung näher gebracht werden. Gleichzeitig leisten alle  Beteiligten einen Beitrag zur Entwicklung einer Kultur der Innovation in Deutschland, was mittelfristig unser Land als Innovationsstandort stärkt.

Die Schülerinnen und Schüler präsentieren die Ergebnisse der Projektwoche am Freitag, dem 10.03.2006 im Energiezentrum in Rockenhausen.

Pfalzwerke, Unternehmenskommunikation & Marketing
Elke Spaeth, Tel.: 0621 585-2380

Wilhelm- Erb- Gymnasium, Winnweiler, Schulleitung
Dr. Klaus Kremb, Tel.: 06302 92250

Ludwigshafen/Landstuhl, 13. Februar 2006

Wärme aus Holz immer lukrativer: Hackschnitzel-Heizwerk in Landstuhl eingeweiht

Pfalzwerke investieren 1,5 Millionen Euro in Nahwärmeprojekt für die Landstuhler Liegenschaften des Bischöflichen Ordinariats Speyer

Landstuhl – „Wir setzen auf den Erfolg dezentraler Wärmeerzeugung aus Biomasse“, erklärte Dr. Werner Hitschler, Vorstandsmitglied der Pfalzwerke Aktiengesellschaft, heute (13. Februar) bei der offiziellen Inbetriebnahme des Holzhackschnitzel-Heizwerks in Landstuhl im Beisein der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Margit Conrad. Die neue Anlage beheizt künftig 16 Liegenschaften des Bischöflichen Ordinariats Speyer, darunter Schulen, Alten- und Behindertenwohnheim sowie Pfarrhaus, Kindertagesstätte, Werk-stätten und Verwaltung. Die Pfalzwerke haben das Projekt mit 1,5 Millionen Euro finanziert und betreiben es im Auftrag des Bischöflichen Ordinariats. Als ausschlaggebend für den Zuschlag an die Pfalzwerke bezeichnete das Bischöfliche Ordinariat den ganzheitlichen, umweltschonenden Ansatz und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe aus der Region. Wärme aus Holz ist heute dank moderner Heiztechnik komfortabel, kostengünstig und gut fürs Klima.

Im Heizhaus sind ein Holzhackschnitzel-Kessel und zwei Niedertempe-raturkessel mit einer Gesamtleistung von 3.450 Kilowatt installiert. Damit werden jährlich 4,8 Millionen Kilowattstunden Nutzwärme erzeugt, was dem Wärmebedarf von rund 240 Einfamilienhäusern entspricht. Der kontinuierliche Wärmebedarf übers Jahr – die so genannte Grundlast – wird mit Holz gedeckt. Das sind gut 70 Prozent des Gesamtbedarfs. Für die Spitzenlast, also für kurze Zeiten mit deutlich erhöhtem Wärmebedarf, werden her-kömmliche Brennstoffe eingesetzt,. Durch den hohen Wirkungsgrad des Heizwerks und die Wahl der eingesetzten Energieträger verringern sich die Emissionen gegenüber den bisher betriebenen Altanlagen deutlich, vor allem bei Kohlendioxid und Schwefeloxiden. „Unser Brennstoff Holz hat als Baum mit Hilfe von Sonnenenergie in jahrzehntelanger Fotosynthese Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff gespalten und so pro Stunde über ein Kilogramm Sauerstoff produziert – Atemluft für eine mehrköpfige Familie und deren Haustiere“, betonte Dr. Werner Hitschler in seiner Ansprache. „Das Kohlendioxid, das bei seiner Verbrennung freigesetzt wird, hat unser Baum also während seines Wachs-tums schon aus dem Verkehr gezogen.“ Pro Jahr braucht das Heizwerk um die 1.215 Tonnen Holz. Das sind im Winter zwei Lastwagen-Ladungen pro Woche, im Sommer eine.

Es entspreche der Überzeugung des Bischöflichen Ordinariats – vertreten durch seinen Prälaten Alfred Haffner und Finanzdirektor Franz Zieger –, nachwachsenden Rohstoffen aus der Region als Brennstoff den Vorzug zu geben. Das spare Transportwege, sichere Arbeitsplätze vor Ort und mache unabhängiger von Importen weltweit stark nachgefragter Energieträger.  

Das neue Heizwerk entstand in anderthalb Jahren Bauzeit und gilt beim Bischöflichen Ordinariat als Testprojekt mit Modellcharakter für die weitere Zusammenarbeit mit den Pfalzwerken. Der Energieversorger betreibt die Anlage im Contracting-Verfahren: Investitionen sowie Betreuung und Wartung der Hackschnitzelheizung tragen die Pfalzwerke. Das Bischöfliche Ordinariat bezahlt für die Wärme, die es bezieht. „Auf diese Art kommen Einrichtungen, Unternehmen und Kommunen in den Genuss moderner sparsamer Anlagen mit hoher Versorgungssicherheit, ohne eigenes Personal vorhalten und ohne Geld in die Hand nehmen zu müssen“, hob Dr. Werner Hitschler hervor.

„Als größter Energiedienstleister der Pfalz fühlen wir uns für eine nachhaltig zuverlässige und umweltfreundliche Energieversorgung verantwortlich. Wir sind Teil der Region. Wir bekommen die Auswirkungen dessen, was wir tun, selbst zu spüren“, sagt  Vorstandsmitglied Hitschler. Den Pfalzwerken gehe es darum, einen aktiven und innovativen Beitrag für die Zukunft des Standorts zu leisten, für die Menschen und ihre Lebensqualität. „Das erfordert Demut vor der Natur und auch den Mut, neue Wege zu beschreiten.“  

 

PFALZWERKE AKTIENGESELLSCHAFT
Unternehmenskommunikation & Marketing
Elke Spaeth, Tel.: 0621 585-2380

Landau, Ludwigshafen, 26.01.2006

geo x - Start der zweiten Bohrung in Landau

Margit Conrad, Umweltministerin des Landes Rheinland Pfalz, besucht heute den geothermischen Bohrplatz in Landau, um mit den Projektpartnern offiziell die zweite Bohrung zu starten. 

Die Erkundungsbohrung erreichte am 7. Oktober 2005 mit 3000 Metern die planmäßige Endtiefe. Am 5. November sprudelte nach Öffnung der Bohrung heißes Wasser. Die umfangreichen anschließenden Tests haben nach Aussage der geo x Geschäftsführer
Dr. Heiner Menzel und Peter Hauffe die prognostizierten Parameter bestätigt: Wasser und Fließrate erfüllen die Anforderungen.

Auf dem Gelände der ehemaligen Panzerwerkstätten in Landau begannen am Sonntag, 22. Januar 2006, pünktlich um 9.00 Uhr die Arbeiten für die zweite geothermische Bohrung. Dafür wurde der Bohrturm um sechs Meter versetzt. Die neue Bohrung hat ebenfalls eine planmäßige Endtiefe von 3000 Metern. Erneut wird die Bohrung schräg abgelenkt und dauert etwa 80 Tage. Fallen die Untersuchungen danach positiv aus, wird durch diese Bohrung später das abgekühlte Wasser nach der Nutzung zur Strom- und Wärmeproduktion wieder in die Gesteinsschichten gedrückt. Dazu Dr. Jörg Baumgärtner: „Vor der Schippe ist es dunkel! Das Risiko für die zweite Bohrung ist genauso hoch wie das Risiko der ersten Bohrung. Aber die bisherigen Ergebnisse machen uns Mut.“


Das Bohrmanagement für die zweite Bohrung liegt wieder bei der BESTEC GmbH, einem Beteiligungsunternehmen der Pfalzwerke und Dr. Jörg Baumgärtners. Die Bohrarbeiten werden von der des polnischen Firma Jaslo, Oil & Gas Exploration Company durchgeführt.

Bei Projektfortschritt nach Plan, kann das Erdwärmekraftwerk bereits in zwei Jahren für rund 5000 Haushalte Strom sowie für 300 Haushalte Wärme liefern. Das Kraftwerk soll eine elektrische Leistung von 2 bis 2,5 MW erbringen. Die Abwärme wird zur Nahwärmeversorgung der angrenzenden Wohnbebauung mit einem Bedarf von 3 MWtherm. genutzt. Später ist geplant, weitere Gebiete anzuschließen, da das Kraftwerk eine thermische Leistung von rund 8 MW zur Verfügung stellen könnte.

Die geo x GmbH, ein Unternehmen der Pfalzwerke AG und der EnergieSüdwest AG, plant die Anlage, realisiert das Kraftwerk und wird es später betreiben.

EnergieSüdwest, Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Bonnes, Tel. (06341) 289-143

Pfalzwerke, Öffentlichkeitsarbeit
Elke Spaeth, Tel. (0621) 585-2380